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Der große Designer Poul Henningsen war, wie viele seiner Kollegen, eigentlich Architekt. Er studierte zwar von 1911 bis 1917 an der technischen Schule in Kopenhagen, aber dies ohne einen Abschluss. Auch ohne den Abschluss wurde  Poul Henningsen der bedeutendste Designer Dänemarks im Bereich Leuchten. Sicher hat er auch einige Möbel entworfen, er war ein anerkannter Kritiker und Schriftsteller, aber Ruhm erlangte er durch die einzigartigen und phantastischsten Leuchten.

Meister der Beleuchtung

Einige nennen ihn den „Meister der Beleuchtung“, immer auf der Suche nach dem perfekten Licht. Poul Henningsen wollte nicht nur Räume erhellen, er suchte nach der Verbindung zwischen Licht und Design.

Blendfreie Leuchten

Seine Idee war sehr einfach. Setze die Lichtquelle so ein, dass der Raum bestmöglich beleuchtet wird, das Licht aber immer blendfrei bleibt.  Vorn 1910 bis  ca. 1925 versuchte Poul Henningsen eine Lampenform zu finden, die seinem Anspruch gerecht wurde. Mit dem bahnbrechenden Drei-Schirm-Design, das er  Mitte der 1920er Jahre entwarf, konnte der Designer seinem Vorhaben verwirklichen. Blendfrei und schön anzusehen sind die Lampen heute noch. Doch Poul Henningsen schaffte noch ein weiteres Kunststück, denn das Lampendesign wirkt immer noch hochmodern.

Zeitloses Design

Durch die zeitlosen Lampenformen,  gehört Poul Henningsen bis heute zu den größten dänischen Designern. In den letzten Jahren stiegen die Preise für Lampen von Poul Henningsen  enorm an. Immer mehr Menschen entdeckt den Designstil „Danish Modern“ neu und richten sich in diesem Stil ein. Werthaltigkeit und Qualität werden wieder geschätzt. Wer es sich leisten kann, setzt auf individuelles und zeitloses Design und Lampen von Poul Henningsen gehören dazu.

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Bang & Olufsen hat seinen weltweiten Durchbruch einer Kolumne des dänischen Designer Poul Henningsen zu verdanken. Im Jahre 1954 bekam der  TV- und Radiohersteller die Gelegenheit, seine neuen Produkte auf der Jahresausstellung der dänischen Schreinerinnung zu präsentieren. Damals wurden Radio- und Fernsehgeräte noch mit Holzgehäusen angeboten. Die Firma Bang & Olufsen ahnte zu dieser Zeit noch nicht, dass der Gesellschafts- und Designkritiker Poul Henningsen (1894-1967) die Produkte bewertete und das Design der Radiogehäuse in einer Kolumne der Zeitschrift „Snedkermesteren“  verriss.  Das Design empörte Poul Henningsen  so sehr, dass seine Kritik auch ab und an unter die Gürtellinie ging.

Ein Ausschnitt aus der Kolumne:

„Ausladend und dickbäuchig, mit Schnörkeln, Krümmungen und Firlefanz, oftmals aus den verrücktesten Holzsorten zusammengesetzt und mit Kunststoff und Messing behangen; es dreht sich einem der Magen um, soviel Talentlosigkeit an einem Ort zu sehen. Die traditionelle Plumsklotür in ihrer stupidesten Form hat hier offensichtlich als Inspirationsquelle für die Gitter vor fast allen Lautsprecheröffnungen gedient. Ungeheuerlich! … Für Menschen, die moderne Möbel schätzen, ist es schlichtweg eine Beleidigung, dass sie dazu gezwungen sind, diese Monstren zu kaufen, um in den Genuss des großen Kulturguts zu kommen, den der Rundfunk darstellt. Sind es Fischverkäufer oder Kartoffelgroßhändler, die diese Dinger in ihrer Freizeit entwerfen? Denn Designer können es nicht sein.“

Helge Frank Morthensen  gewann Design-Wettbewerb

Heute würden Hersteller von elektronischen Geräten den Autor auf Schadenersatz und Schmerzensgeld in Millionenhöhe verklagen, anders Bang & Olufsen. Es wurde ein Design-Wettbewerb ausgeschrieben, den der dänische Designer Helge Frank Morthensen gewann. Anschließend startete die Marke  Bang & Olufsen  1958 senkrecht durch und präsentierte ein revolutionäres Design-Radio mit dem Namen „Modell  Mini Moderne 514K“. Ein beispielloser Aufstieg der Marke B&O begann.

Es bleibt zu hoffen, dass die Kolumne in der Firmenzentrale immer noch vorhanden ist und gelegentlich gelesen wird, denn einige Entwürfe der neueren B&O – Designreihe würden  Poul Henningsen sicher wieder zur Empörung bringen.

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Dänische Häuser besitzen die Seele der großen Designer

Wie auch die schwedischen Häuser, setzen auch Häuser im dänischen Baustil auf viele Naturmaterialien wie Holz. Wohnhäuser im skandinavischen Stil sind nicht erst seit dem Ikea-Fertighaus gefragt, allerdings zog das Neubau-Projekt des schwedischen Möbelriesen ein riesiges mediales Echo nach sich und die Nachfrage nach schwedischen und dänischen Häusern stieg enorm an.

Ebenerdig und mit offenen Decken

Dänische Häuser sind meist ebenerdig gebaut und haben offene Holzdecken. Hauptsächlich werden diese Häuser aus Holz errichtet und haben viele Fenster, die allerdings eine Besonderheit haben: Sie öffnen nach außen. Das hatte früher eine ganz praktische Bewandtnis. Denn während eines starken Windes wurden die Fenster noch stärker in die Rahmen gedrückt und konnten so nicht plötzlich aufspringen, als wenn sie nach Innen geöffnet worden wären. Heute verleiht es den dänischen Häusern einen ganz besonderen Charme. Zum Teil sind  dänische Häuser mit Fensterläden versehen.

Bungalow ist optimal für alle Lebenslagen

Die dänischen Häuser sind meist in Bungalow-Art gebaut, das heißt sie besitzen nur eine ebenerdige Etage, was sie besonders dann interessant macht, wenn man mit dem Haus auch gleich seinen Altersruhesitz plant. Das hängt auch damit zusammen, dass sich von 1930 bis 1970 eine Designrichtung entwickelt hat, die wir heute als danish modern kennen. Design und Funktionalität wurde von Designer, die vom deutschen Bauhausstil beeinflusst wurden, groß geschrieben. Poul Henningsen, dänischer Architekt und Designer soll hier als Vertreter genannt werden. Er verband Natur, Architektur, Inneneinrichtung bis hin zur Beleuchtung wie kaum ein anderer Designer seiner Zeit.

Wohnzimmer und Küche die Zentren des Lebens

Auch die Innenarchitektur unterscheidet sich teilweise von den deutschen Einfamilienhäusern. So ist die Küche offen gehalten zum übrigen Wohnbereich. Die offene Wohnküche setzt sich zwar auch immer mehr bei deutschen Häusern durch, ist aber immer noch eine Eigenart des dänischen Baustils. Auch gibt es im Haus eine klare Trennung zwischen dem Eltern- und Kinderbereich. So haben die Kinder nicht ein separates Kinderzimmer, sondern es wird vielmehr ein Teil des Hauses in einen speziellen Kinderbereich umgewandelt. Zu dem Bereich gehören ein eigener Flur, ein eigenes Bad und die Kinderzimmer. Oft schließt dieser Teil des Hauses an das Wohnzimmer, in dänischen Häusern das Zentrum des Familienlebens. Über  einen anderen Flur schließt der Elternbereich an dieses Zentrum. Hier befindet sich Schlafzimmer, Ankleide und das Bad der Erwachsenen. Diese simple Aufteilung schafft eine private Ruhezone für die Eltern.

Ein dänisches Haus

Im modernen Hausbau wird das dänische Haus aber auch immer öfter mit modernen Baumaterialien vermischt. So werden nicht selten Wände in Fertigbauweise produziert und die Bodenplatte aus Beton gegossen. Dennoch bleibt den Häusern der typisch dänische Charme erhalten.

Skandinavische Designer inspiriert vom Bauhausstil

Die Designrichtung, die wir heute als danish modern kennen, ist in der Zeit zwischen 1930 und 1970 entstanden, wobei die meisten aktuellen Stücke aus der Zeit der 60er Jahre inspiriert sind. Das Design beschränkt sich dabei nicht nur auf Möbel, sondern umfasst auch Lampen, Teppiche und Fotografien. Inspiriert wurden die skandinavischen Designer durch das Bauhaus, welches sie durch den Einsatz neuer Werkstoffe verfeinert und verbessert haben.

 

Nicht nur Arne Jacobsen

Bekannte Designer der Linie sind unter anderem Kaare Klingt, Hans Wegner, Finn Juhl, A.J. Iversen und Arne Jacobsen. Auf der Stockholmer Möbelmesse, die zum wichtigsten Treffpunkt der skandinavischen Möbel- und Designbranche geworden ist, kann man viele Möbel und Einrichtungsgegenstände im Stil von danish modern bewundern.

 

Danish Modern erzielen Höchstpreise

Heute erleben die vom Bauhaus-Stil inspirierten Stücke einen echten Boom. Alte Möbel aus der Anfangszeit werden auf Auktionen zu Höchstpreisen gehandelt und auch aktuelle Entwürfe zeichnen sich durch eine besondere Gestaltung und dem unkonventionellen Einsatz von Formen und Materialien aus. Zumeist werden natürliche Materialien, wie Teak, Palisander oder auch Buche verwendet.

 

Danish Modern oft minimalistisch

Das Design ist nicht unbedingt leicht zu beschreiben. Einerseits zeichnen sich die Entwürfe durch klare Linien aus, die scheinbar aber willkürlich gezogen werden und damit schon fast abstrakt wirken. Obwohl danish modern oft minimalistisch wirkt, sind einige Objekte recht verspielt. Den meisten Stücken ist aber eines gemein, sie heben sich durch irgendeine Besonderheit von konventionellen Möbelstücken hab.

 

Bürostuhl von Björn Dahlström

So hat zum Beispiel der Designer Björn Dahlström einen Bürostuhl entworfen, der schon fast ironisch aussieht, denn er hat mit einem konventionellen Bürostuhl absolut nichts gemein, bis auf die fünf Rollen. Die fünfte Rolle ist dabei an diesem – eher wie einen Klappstuhl aussehenden – Stuhl so provokant und überflüssig angebracht, dass man unweigerlich schmunzeln muss.

 

Zeitloses Design

Die Designrichtung danish modern wirkt immer noch unverbraucht und frisch, was wohl dem grenzenlosen Einfallsreichtum der skandinavischen Designer zu verdanken ist, die jedes Jahr wieder frisches Blut in ihre Designlinien pumpen.

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