Dänischer Baustil

Dänische Häuser besitzen die Seele der großen Designer

Wie auch die schwedischen Häuser, setzen auch Häuser im dänischen Baustil auf viele Naturmaterialien wie Holz. Wohnhäuser im skandinavischen Stil sind nicht erst seit dem Ikea-Fertighaus gefragt, allerdings zog das Neubau-Projekt des schwedischen Möbelriesen ein riesiges mediales Echo nach sich und die Nachfrage nach schwedischen und dänischen Häusern stieg enorm an.

Ebenerdig und mit offenen Decken

Dänische Häuser sind meist ebenerdig gebaut und haben offene Holzdecken. Hauptsächlich werden diese Häuser aus Holz errichtet und haben viele Fenster, die allerdings eine Besonderheit haben: Sie öffnen nach außen. Das hatte früher eine ganz praktische Bewandtnis. Denn während eines starken Windes wurden die Fenster noch stärker in die Rahmen gedrückt und konnten so nicht plötzlich aufspringen, als wenn sie nach Innen geöffnet worden wären. Heute verleiht es den dänischen Häusern einen ganz besonderen Charme. Zum Teil sind  dänische Häuser mit Fensterläden versehen.

Bungalow ist optimal für alle Lebenslagen

Die dänischen Häuser sind meist in Bungalow-Art gebaut, das heißt sie besitzen nur eine ebenerdige Etage, was sie besonders dann interessant macht, wenn man mit dem Haus auch gleich seinen Altersruhesitz plant. Das hängt auch damit zusammen, dass sich von 1930 bis 1970 eine Designrichtung entwickelt hat, die wir heute als danish modern kennen. Design und Funktionalität wurde von Designer, die vom deutschen Bauhausstil beeinflusst wurden, groß geschrieben. Poul Henningsen, dänischer Architekt und Designer soll hier als Vertreter genannt werden. Er verband Natur, Architektur, Inneneinrichtung bis hin zur Beleuchtung wie kaum ein anderer Designer seiner Zeit.

Wohnzimmer und Küche die Zentren des Lebens

Auch die Innenarchitektur unterscheidet sich teilweise von den deutschen Einfamilienhäusern. So ist die Küche offen gehalten zum übrigen Wohnbereich. Die offene Wohnküche setzt sich zwar auch immer mehr bei deutschen Häusern durch, ist aber immer noch eine Eigenart des dänischen Baustils. Auch gibt es im Haus eine klare Trennung zwischen dem Eltern- und Kinderbereich. So haben die Kinder nicht ein separates Kinderzimmer, sondern es wird vielmehr ein Teil des Hauses in einen speziellen Kinderbereich umgewandelt. Zu dem Bereich gehören ein eigener Flur, ein eigenes Bad und die Kinderzimmer. Oft schließt dieser Teil des Hauses an das Wohnzimmer, in dänischen Häusern das Zentrum des Familienlebens. Über  einen anderen Flur schließt der Elternbereich an dieses Zentrum. Hier befindet sich Schlafzimmer, Ankleide und das Bad der Erwachsenen. Diese simple Aufteilung schafft eine private Ruhezone für die Eltern.

Ein dänisches Haus

Im modernen Hausbau wird das dänische Haus aber auch immer öfter mit modernen Baumaterialien vermischt. So werden nicht selten Wände in Fertigbauweise produziert und die Bodenplatte aus Beton gegossen. Dennoch bleibt den Häusern der typisch dänische Charme erhalten.

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